Die Europameisterschaft der Moto-Cross Quads wurde in diesem Jahr in 5 Rennen, also 10 Rennläufen ausgetragen. Paul Maier vom ADAC Ortsclub MV Warching e.V. startete bei zwei der Rennen. Das erste davon fand im Mai im tschechischen Kramolin statt, dort holte der 20-jährige Wemdinger den 20. Platz in der Tageswertung. Nun war er beim Finalrennen in Vesoul (F), der Geburtsstadt des legendären 14-fachen Paris-Dakar-Siegers Stephane Peterhansel am Start.
Im Zeittraining haderte Maier mit einem riesigen Sprung, einem sogenannten Triple, bei dem drei große Wellenförmige Hügel entweder Stück für Stück oder in einem Satz übersprungen werden können. Maier entschied sich für die sichere Variante und verzichtete auf den ganz großen Satz, was ihm letztlich aber Zeit kostete und zu Platz 17 in der Startaufstellung führte.
Im Warm-up zum Rennen kam Paul Maier dann aber bestens mit der Strecke klar und wagte den großen Sprung. So ging der 20-jährige Youngster, der auch als ADAC Motorsporttrainer fest in die Jugendarbeit des MV Warching eingebunden ist, zuversichtlich in das erste Rennen.
Hier fand er sich nach dem Fall des Startgatters im Mittelfeld wieder. Bei einem Überholversuch sprang er in eine Kurve hinein, doch der vor ihm Fahrende war in die von ihm anvisierte Spur gefahren, so landete er im Heck des Konkurrenten und stürzte mit Überschlag, während dieser weiter fahren konnte. Maier blieb unverletzt und startete von ganz hinten nochmal eine Aufholjagd. Am Ende hieß es Platz 18 für den MVW-Sportler. Gewinnen konnte Mike van Grinsven (NED) vor Harry Walker (GBR) und Mark Mc Lernon (GBR).
Vor dem zweiten Rennen gab es einiges zu reparieren, so war unter anderem die Lenkstange verbogen und musste ersetzt werden.
Im zweiten Lauf startete Paul Maier gut und war wieder voll im Geschehen dabei. Doch auch dieses Mal sollte er Pech haben. Das vor ihm fahrende Gespann wirbelte einen Stein hoch, der die Bremsleitung der Vorderradbremse am Quad beschädigte. So fand sich der junge Wemdinger mangels Bremsleistung am Ende der Geraden in der Sicherheitszone abseits der Strecke wieder und musste das Rennen mit angepasster Fahrweise zu Ende bringen. Immerhin schaffte er es auf Platz 17 über die Ziellinie und zeigte sich angesichts des Bremsen-Handicaps mit seiner Leistung und dem 18. Platz in der Tageswertung „zwar nicht zufrieden aber dankbar für die Erfahrung vor dieser tollen Kulisse fahren zu dürfen“.
Gewinnen konnte den zweiten Lauf Harry Walker, der sich damit den Europameisterschafts-Titel sicherte. Zweiter wurde Patrick Turrini (ITA) vor dem stark fahrenden Manfred Zienecker D, Klosterlechfeld), der damit in der EM-Fünfter wurde. Paul Maier landete mit den in den zwei EM Rennen gesammelten Punkten auf Platz 42 der EM. Insgesamt waren 66 Fahrer bei der EM am Start.

Paul Maier (Fotograf: Marcus Dums)